Wissenschaftliche Vorträge zu Schulentfremdung und digitalen Formaten in der Lehrkräftefortbildung im Rahmen der EARLI SIG Conference 2026

Im Rahmen der internationalen EARLI SIG 10, 17, 21 and 25 Conference 2026, die 2026 in Augsburg stattfand, war der Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichtsforschung mit zwei Beiträgen vertreten.

Die Konferenz vereint mehrere Special Interest Groups (SIGs) der European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI) und verbindet damit Perspektiven aus den Bereichen Social Interaction in Learning and Instruction (SIG 10), Methods in Learning Research (SIG 17), Diversity in Education (SIG 21) sowie Educational Theory (SIG 25). Dadurch entsteht ein interdisziplinärer Rahmen für aktuelle Fragen der Unterrichts- und Lehrerbildungsforschung.

Ein Beitrag von Berit Breins, Ann-Kathrin Quarda und Michaela Gläser-Zikuda widmete sich der Frage, wie Schulentfremdung als komplexes Zusammenspiel motivationaler, emotionaler und sozialer Erfahrungen verstanden werden kann und welches Potential netzwerkanalytische Ansätze für deren Untersuchung bieten. Im Fokus stand dabei eine differenzierte Betrachtung einzelner Aspekte von Schulentfremdung und ihrer wechselseitigen Beziehungen.

Ein zweiter Beitrag präsentierte erste Evaluationsergebnisse aus dem Projekt LeadCom („Digital Leadership & Communication Development“), das sich mit der Entwicklung offener, digitaler Fortbildungsformate für Lehrkräfte und Schulleitungen befasst. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie skalierbare, OER-basierte Fortbildungsangebote unter realen Bedingungen wirksam umgesetzt und wissenschaftlich begleitet werden können.

Die Beiträge verdeutlichen die Bandbreite aktueller Forschung am Lehrstuhl – von der Analyse sozio-emotionaler Prozesse im schulischen Kontext bis hin zur Gestaltung und Evaluation digital gestützter Professionalisierungsangebote.