Mitarbeiterinnen und Doktorandinnen des Lehrstuhls für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichtsforschung waren auf der GEBF 2026 (16.–18. März 2026, Technische Universität München) mit drei Beiträgen vertreten.
Im Symposium „Sozio-emotionale Dynamiken in der Schule“ – organisiert durch Dr. Alyssa Grecu und Dr. Katharina Molitor (beide TU Dortmund) – stellten Berit Breins, Michaela Gläser-Zikuda und Ann-Kathrin Quarda ihren Beitrag „Schulentfremdung in der Sekundarstufe – zum Potential netzwerkanalytischer Untersuchungen“ vor. Die Analysen von Fragebogendaten von über 3.300 Sekundarschüler:innen zeigen, dass insbesondere die wahrgenommene Sinnhaftigkeit schulischen Lernens sowie die Qualität der Beziehung zu Lehrkräften zentrale Ansatzpunkte für das Verständnis und die Prävention von Schulentfremdung darstellen.
In einem Einzelbeitrag mit dem Titel „Schulentfremdung in der Sekundarstufe – zur Relevanz individueller und umweltbedingter Ressourcen“ zeigten Ann-Kathrin Quarda und Michaela Gläser-Zikuda zentrale Ergebnisse eines Strukturgleichungsmodells. Zudem verdeutlichen Profilanalysen, dass sich Schüler:innen in unterschiedlichen Entfremdungsprofilen gruppieren lassen, die systematisch mit personalen, familiären und schulischen Ressourcen zusammenhängen. Die Befunde unterstreichen die Relevanz einer mehrperspektivischen Betrachtung von Schulentfremdung und liefern Impulse für Präventions- und Interventionsansätze für die Gestaltung positiver sozialer Beziehungen und eines schülerorientierten Unterrichts.
In ihrem Posterbeitrag „Comparing Pre-service and In-service Teachers’ AI Competence Self-Efficacy – Measurement Invariance and Latent Mean Differences“ präsentierten Yanfen Chen und Michaela Gläser-Zikuda die kulturell adaptierte Entwicklung eines Fragebogens basierend auf der Teacher AI Competence Self-efficacy (TAICS) scale. Zudem wurden signifikante Unterschiede zwischen Lehramtsstudierenden und Lehrkräften in China identifiziert.
